VIA Zementmosaikboden
VIA Zementmosaikboden
 

Verlegen von Zementfliesen

Alle nachfolgend getroffenen Aussagen basieren auf Erfahrungswerten und einschlägigen Kundenaussaugen, welche durchaus von den Herstellerangaben abweichen können. Wir versuchen mit unseren Erläuterungen den Endkunden zu helfen, welche keinen professionellen Verleger einsetzen möchten. Grundsätzlich können wir eine Fachverlegung nur empfehlen, da Verlegeergebnisse wie in den Katalogen für Laien fast unmöglich sind! Wir stellen auch klar, das wir keine kostenlose Beratungsstelle für unfähige Verlegebetriebe sind. Unsere Hilfe gilt ausschließlich dem Endverbraucher. Nachstehend werden alle Schritte aufgeführt, die für eine erfolgreiche Zementplattenverlegung von Nutzen sind. Mit einer über 40 jährigen Erfahrung und dem Know-How des Terrazzohandwerks können Zementplattenbegeisterte auf die Aussagen von Peter Hess vertrauen.

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Hier finden Sie wichtige Hinweise zur Verlegung von Zementplatten. Wir raten grundsätzlich von einer Eigenverlegung ab, da das Verlegen von Zementplatten teilweise über das Heimwerkerkönnen hinausgeht. Auch unter der Berücksichtigung, dass die Fliesen sehr teuer sind, ist eine handwerkliche Korrektur durch einen Fachbetrieb mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Die Anzahl der Fehler die man begehen kann sind sehr vielfältig. Oft sind viele Fliesenlegerfachbetriebe mit dem Verlegen von Zementfliesen überfordert, was die tägliche Praxis zu beweisen scheint. (Verlegefehler)

1.1 Wahl des Natursteinklebers

Vor Beginn der eigentlichen Verlegearbeiten ist die wichtigste Überlegung die Wahl des Natursteinklebers. An dieser Stelle scheitern die meisten Zementfliesenprojekte schon im Ansatz. Ich habe mich dazu entschlossen, keinen Fliesen bzw. Plattenkleber ausschließlich zu empfehlen. Jeder Verleger muss die Geeignetheit mit seinem Lieferanten abstimmen!

 

Von bisher allen getesteten Klebern ist der VIA Mineralkleber für unseren Betrieb am Besten geeignet. Obwohl wir seit Jahren mit anderen Mörtelprodukten großer Hersteller arbeiten, ist die Verlegung mit dem vorgenannten Mineralkleber bisher am besten geglückt. Eine wunderbare Verlegeung der Zementmosaikplatten ist hier möglich. Schauen Sie bei der Auswahl der Verbeitungsmaterialien nicht aufs Geld, ein Flexkleber für 15,00€ pro Sack aus dem Baumarkt ist für ein Verlegen von Zementplatten am Wenigsten geeignet.

1.2 Vorbereitung

Zu Beginn muss zwingend darauf geachtet werden, dass die Zementplatten nicht feucht sind, d.h. trocken lagern ist Pflicht. Ratsam ist es in jedem Fall Zementplatten nicht unmittelbar nach der Lieferung zu verlegen. Die Platten müssen alle ausgepackt, gut gemischt werden und mindestens 1 Woche auf der Baustelle aklimatisieren. Grund dafür ist, dass die Platten meist nicht vollständig ausgetrocknet sind und noch einen gewissen Feuchtigkeitswert besitzen. Dies kann unter Umständen zu sog. Spannungsrissen auf der Plattenoberfläche führen. (Näheres zu diesem Thema HIER) Dies gilt für Zementplatten aller Hersteller.

 

Wir empfehlen erfahrungsgemäß die Kantenbereiche der Fliesen nochmals vor dem Verlegen zu kontrollieren und zu säubern. Der zu belegende Untergrund muss sauber, trocken, formbeständig, eben, belastungsfähig und frei von haftungsmindernden Stoffen sein. Es gelten die einschlägigen Normen und Richtlinien, sowie die allgemein anerkannten Regeln der Technik. Bei Anhydritestrich sei gesagt, dass der Untergrund mit Sorgfalt geprüft werden sollte. Ein zu frühes Verlegen der Zementplatten auf einen Anhydritestrich oder die übermäßige Zuführung von Wasser kann zum Aufquellen der Platten bis hin zum Lösen des Belags führen. Der Untergrund ist fachmännisch zu grundieren.

1.3 Verlegung

Bei der Verlegung ist die Verwendung eines 10er Zahnspachtels ratsam, dabei ist auch eine Kleberdicke von min. 4mm Stärke gewährleistet. Die Zementfliesen werden im Mittelbett verlegt. Dabei sollte auf einen guten Verbund zwischen Kleber und Fliese geachtet werden, hier ist die Anwendung des "Buttering-Floating-Verfahrens" zu empfehlen. Diese Technik garantiert eine nahezu hohlraumfreie Verlegung. Die Fliesen müssen untereinander ausgerichtet und nivelliert werden, dies geschieht durch leichtes Anklopfen mit den Handballen (Keinesfalls mit einem Gummihammer oder ähnlichem) - Dies kann auch zu feinen Haarrissen in den Platten führen. Bei Terrazzoplatten empfehlen manche Hersteller eine knirsche Verlegung. Hier möchten wir darauf hinweisen, dass eine solche Verlegung nicht DIN-konform ist. Es gelten die einschlägigen Richtlinien zur Verlegung von Betonwerkstein. in Deutschland. Vor allem beim Betrieb einer Fußbodenheizung kann dies zum Problem werden. Auf Zementplatten kann man diese Aussage natürlich auch übertragen.

Da eingetrockneter Zementkleber sich sehr fest mit der Platte verbinden kann, sollten Zementspritzer sofort mit einem feuchten Schwamm entfernt werden. Zementmosaikplatten werden traditionell mit sehr geringer Fugenbreite verlegt. Ziel ist es, eine flächige Optik zu erzielen ohne das ein störendes Fugenraster zur Geltung kommt. Gerade hier werden grobe Fehler bei der Fugenbreite begangen: "Zementmosaikplatten sind keine normalen Fliesen!". Das Endergebnis enttäuscht dann meistens auf ganzer Linie. Vermeiden Sie alle Situationen, die ein ungleichmäßiges Abtrocknen der Zementfliesen nach dem Verlegen herbeiführen könnten. Abschließend müssen die Fliesen noch verfugt werden. Hierbei möchten wir das Verfugen betonen, da uns in unzähligen Foren immer wieder kuriose Vorschläge des "Nichtverfugens" begegnen! Es ist ausschließlich davon abzuraten! Weitere Fehler werden bei der Wahl der Fugenmasse gemacht. Kaufen Sie keine fertigen Mischungen oder Produkte der zahlreichen Hersteller, denn die Fugenmasse ist im Bereich der Zementmosaikfliesen in traditioneller Art und Weise herzustellen. Der Fugenmörtel ist demnach aus 2 Teilen Trasszement und 1 Teil feinem Quarzsand zu fertigen.  Nach dem Verlegen und Ausfugen müssen die Zementplatten sehr sorgfältig abgewaschen werden, da nachfolgend versiegelt wird. In der Regel ist ein sorgfältiges Abwaschen völlig ausreichend.

1.5 Oberflächenschutz: Ölen oder Imprägnieren

Historisch bedingt wurden Zementplatten traditionell mit einem Hartöl versiegelt. Für nostalgisch angehauchte Menschen ist diese Methode auch heute noch eine echte Lösung, allerdings hat diese romantische Vorstellung ganz erhebliche Nachteile. Im Küchenbereich, Sanitärbereich und Bauvorhaben mit kurzer Bauzeit hat sich das Ölen als äußerst problematisch herausgestellt. (Näheres im Reiter: "Ölen oder Imprägnieren"). Für all diejenigen, welche sich an das Ölen wagen wollen, können wir ausschließlich nur das VIA-Öl empfehlen.  Das Öl wird dünn und ohne Überschuss auf die Platten aufgetragen und anschließend einpoliert. Wenn das Ölen nicht 100% ordnungsgemäß durchgeführt wird, können vielfältige Probleme auftreten. Wichtig ist auch, dass der Plattenbelag vollständig und gleichmäßig ausgetrocknet ist.

 

Ansonsten empfiehlt sich ein geeigneter Fleckstop, welche bei vielen einschlägigen Herstellern verfügbar sind. Die Imprägnierung sollte in jedem Fall sowohl hydrophobe, als auch oleophobe Eigenschaften besitzen. Wir selbst benutzen unsere eigenen Produkte, welche wir auch für unsere traditionellen Orstterrazzoböden verwenden.  (Diese Produkte stehen nicht zum Verkauf!)

1.4 Der Polierschliff

Wenn der Boden versiegelt ist, lässt er sich nachträglich mit Diamantpads aufpolieren. Auch hier gibt es vielfältige Produkte auf dem Markt, welche aber alle ein ordentliches Ergebnis abliefern. Mit diesem Verfahren erzielt man eine Optik, wie es aus den Magazinen und Zeitschriften bekannt ist.

 

Unebenheiten lassen sich durch das Polieren mit sog. Diamantpads nicht beheben. Hier erfordert es ein besonderes Schleifverfahren.

Fazit

Wie Sie gemerkt haben, steckt hinter dem Verlegen von Zementplatten eine Menge Erfahrung sowie handwerkliches Können und fachliches Wissen. Deshalb gibt es in diesem Bereich leider nicht sehr viele spezialiserte Unternehmen. Täglich rufen uns Firmen und Privatpersonen an, weil ihre Böden durch falsche Verlegung oder Pflegebehandlung ruiniert wurden. So entstehen hohe Kosten sowohl für den Endkunden, als auch Verleger. Informieren Sie sich deshalb ausreichend beim Hersteller und lassen Sie sich von Ihrem potentiellen Verleger Referenzobjekte zeigen.

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